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Umgangssprachlich wird der Ausdruck "Funktion" für sehr verschiedene Sachen verwendet, was sich auch im Wikipedia-Beitrag zeigt, der die Umgangssprache reflektiert:
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Funktion wird auch oft mit Zweck verwecheslt.
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Ich unterscheide drei verschiendene Verwendungen des Ausdruckes Funktion:
- eine, die die Verwendung von Verfhren betrifft, die ich in meiner Technologie (Kybernetik) verwende
- eine die in der Mathematik verwendet wird, und
- eine, die in den Geisteswissenschaften eine grundlegende Anschauung von anderen Anschaungen abgrenzt (Funktionalismus)
Die erste dieser Verwendungen ist in diesem Lexikon als Begriff wichtig, die beiden andern erläutere ich als homonyme Ableitungen separat, um den Text einfach zu halten.
Ein paar Anmerkungen:
"Funktionen haben keinerlei Erklärungswert" (Maturana: Erkennen). In Erklärungen beschreibe ich Funktionsweisen.
Literatur
P. Achinstein unterscheidet drei Funktions-Typen:
Natürlich kann man für jede Funktion verschiedene Maschinen bauen, Fliegen kann man mit einem Ballon, einem Flugzeug oder einem Helikopter. Jede einzelne Maschine repräsentiert dann eine Methode (vergl. Konstruktives Wissensmanagement)
"Wenn wir x = F(y) schreiben, steht 'F' für den abstrakten Aspekt des Automaten, den wir Funktion nennen". Wir sagen, eine Maschine "hat" die Funktion, die sie verkörpert." (Todesco 1992:223)
"Generell kann man sagen, dass Funktionen beschreiben, wie ein technisches System auf Einwirkungen des Menschen oder Signale und Impulse anderer technischer Systeme reagiert. Die Gesamtheit der Funktionen gibt also an, welche Einwirkungen bzw. Eingaben insgesamt zulässig sind; die Funktionalität ist somit das wesentliche Merkmal im Hinblick auf die zweckbestimmte Verwendung" (Keil-Slawik, 1990 , 81).
"Zunächst müssen wir uns also über den Gebrauch des Begriffs der Funktion verständigen. Wir abstrahieren diesen Begriff sowohl von mathematischen als auch von teleologischen oder empirisch-kausalwissenschaftlichen Verwendungen. In der Abstraktion bleibt als Funktion ein Bezugsproblem zurück, das mehrere Lösungen annehmen kann. Da es anderenfalls kein Problem wäre, kann man eine Funktion auch als Einheit der Differenz von Problem und mehreren, funktional äquivalenten Problemlösungen definieren, gleichviel ob eine oder mehrere Problemlösungen schon bekannt sind oder nicht. Die Problemlösung kann im Erreichen eines Zwecks bestehen oder auch in der Konkretisierung von mathematischen Gleichungen (=Variationskonditionierungen) oder im Finden einer Antwort auf eine Was- oder Wie-Frage. Der mit Funktionalisierung angestrebte Gewinn liegt nicht in der Problemlösung selbst (denn es kann sich ja auch, ja es wird sich zumeist um längst gelöste Probleme handeln), sondern im Hinweis auf eine Mehrheit von funktional äquivalenten Problemlösungen, also in der Etablierung von Alternativität oder funktionaler Äquivalenz."(Luhmann, Religion der Gesellschaft, 116f)