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Problem wird umgangssprachlich sehr verschieden verwendet. Problem wird oft mit Aufgabe verwechselt. Oft spielt mangelnde Zeit oder mangelndes Geld die wichtige Rolle.
Hier geht es - wie immer - um den Begriff.

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  Aufgabe  
  Ziel  
  Problem  
  Auftrag  

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bildIch unterscheide in diesem Fall eine eigentlich Verwendung des Begriffes und eine abstrakte Generalisierung, die ich in der Alltagesprache erkenne.

bildAls Problem bezeichne ich - eigentlich - die Hypostasierung davon, dass ich eine Aufgabe nicht erledigen kann, weil ich kein für mich hinreichendes Verfahren erkennen kann. Jedes Problem ist an eine Instanz gebunden, die eine Aufgabe erledigen will.

Jedes Problem hat eine Lösung. Die eigentliche Problemlösung besteht in einem Verfahren, das funktioniert oder im Erkennen, dass es kein solches Verfahren gibt, wie etwa bei der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises.
Umgangssprachlich wird das Wort Problem auch dafür verwendet, dass man sich gar kein Verfahren vorstellen kann.

Beispiele:
Auf einem Schachbrett stehen ein paar Figuren. Natürlich ist das kein Problem. Aber es ist Problem, für jene, die, die diese Konfiguration in einer bestimmten Anzahl Züge in eine Matt-Situation transformieren wollen.
Eine Autobahnbrücke ist nach einem Erdbeben nicht mehr hinreichend stabil. Das ist nur für jene ein Problem, die die die Brücke benutzen wollen. Jene, die die Brücke reparieren wollen, haben auch ein Problem, aber ein anderes, als jene, die auf die andere Seite wollen.

Die verbreitete Redeweise "eine Aufgabe lösen" beruht darauf, dass die Aufgabe und das Problem als Einheit aufgefasst, als nicht unterschieden werden. Das ist oft im sehr häufig vorkommen Fall der Fall, in welchem die Aufgabe in Form eines Auftrages gestellt wird.

Ein Beispiel, das die Ambivalenz spiegelt:
Ein Schüler muss in einer Prüfung eine Rechn!enaufgabe lösen. Dabei muss er das Resultat finden. Das Resultat ist nicht die Lösung des Problems, es beschliesst die Aufgabe. Die Aufgabe ist erledigt, wenn der Schüler das Resultat gefunden hat. Wenn der Schüler das Verfahren erkannt, also das Problem gelöst, aber falsch gerechnet hat, kann ein gutgesinnter Prüfer die richtige Lösung, die dann aber als Lösungsweg bezeichnet wird, in seiner Bewertungsnote anrechnen.
Der Schüler muss eine Aufgabe erledigen, weil er einen Auftrag bekommen hat. Wenn er das nicht kann, hat der Schüler ein Problem, das er ohne den Auftrag nicht hätte.

Umgangssprach verkürzt wird das Problem der Aufgabe zugerechnet, statt jenem, der die Aufgabe erledigen will oder muss - man sagt vor allem auch deshalb "eine Aufgabe lösen". Wenn ich eine Aufgabe erledigen kann, weil ich weiss, wie es geht und und das Verfahren durchführen kann, habe ich kein Problem.

Eine Problemlösung beschreibe ich in Form eines Rezeptes, eine perfekte in Form einer Anweisung als Computerprogramm.

Das Anwenden des Verfahrens gehört nicht zur eigentlichen Problemlösung, sondern ist notwendig für das Erledigen der Aufgabe.
Wenn ich ein Bild aufhängen will, kann ich mit einem Hammer einen Nagel in die Wand schlagen. Wenn ich aber keinen Hammer oder keinen Nagel habe, habe ich ein abgeleitetes Problem, das darin besteht, wie ich zu einem Hammer komme oder welches andere Verfahren ich erkennen und durchführen kann.

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Bildquelle: Wikipedia
 
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Als kreativ gilt, das Finden von noch nicht bekannten Problemlösungen. Kreativ ist aber in erster Linie, wer sein eigenes Problem so verschieben kann, dass er eine Aufgabe "lösen" kann. (siehe dazu auch progressiev Problemverschiebung)


 

"Jean Piaget (...) bezeichnet ein 'Problem' als eine 'defekte Struktur, die der Mensch über Wahrnehmung, Gewohnheiten und elementare sensumotorische Mechanismen in eine bewegliche, aber dauerhafte Gleichgewichtsform überführen muss: zur Widerspruchslosigkeit' " (Irrgang/Klawitter, 1990, 8)

Dörner, 1989, nennt ein Problemlöseverhalten, "das nicht nach den wesentlichen Ursachen und Gründen für die jeweils anstehenden Probleme forscht, sondern unabhänig von den tatsächlichen Ereignissen an einer einmal aufgestellten Behauptung festhält, so wie die Flugbahn eines Geschosses, das einmal abgefeuert ist, im nachhinein nicht mehr korrigierbar ist", ballistisch (zit. in Keil-Slawik, 1990, 90).


 

MEIN Problem ist nicht, ob und wie dynamisch-schnell sich der CO2-Zustand ändert, sondern wie der Druck auf WELCHE Handlungen zunimmt. Es gibt ganz viele Leut, die WISSEN, was zu tun ist. Da sie es selbst nicht tun können, sammeln sie demokratische Mehrheiten, zB für Solarstromsubventionen, die via Mehrwertsteuer finanziert werden. Probleme haben Lösungen. Wer eine Lösung hat, hat das Problem nicht mehr. Wer keine Lösung hat, sieht auch das Problem nicht. Aber asoziale Umverteilungsforderungen kann man auch ohne Probleme pushen.


[ cop (ist anderer Meinung) ]
[ wp ] [ 31. 3.26 ]