Ziel        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]         [ Meine Blogs ]
 
bild

alte Version
 
Ziel wird umgangssprachlich auch kompliziert verkürzt verwendet: Beim Ski- oder Radrennen beispielsweise wird das Ende der Rennstrecke als Ziel bezeichnet. Auch das Reise-Ziel und die Zielscheibe sind Orte.
 
Ziel wird als Telos in der Teleologie diskutiert. Hier geht es um etwas anderes.
 
siehe auch Zweck versus Ziel
ganz unten gibt es eine neue Korrektur, die noch expliziter einbezogen werden muss: Das Ziel ist das Ziel der Handlung
 

bild

  Zweck
  Ziel
  Aufgabe
  Funktion
 
  kybernetisches Ziel

bild

bildAls Ziel bezeichne ich das (intendierte) Resultat einer Handlung, dessen Erreichen die Handlung abschliesst.

Jede Handlung hat ein Ziel und einen Zweck. Das Ziel muss nicht ereicht werden. Eine Handlung kann auch beendet werden, ohne dass das Ziel erreicht ist. Und natürlich kann eine Handlung, bei der das Ziel erreicht wurde, wiederholt werden. Der Zweck betrifft nicht die Handlung, sondern ihr Motiv. Diese Differenz wird in der Teleologie behandelt (siehe unten).

Beispiel:
Ziel einer medizinischen Operation kann sein, dass etwa ein entzündeter Blinddarmfortsatz entfernt und die Bauchdecke wieder geschlossen ist. Der Zweck dieser Operation ist allgemein formuliert, die Erhaltung der Gesundheit des Patienten oder spezieller formuliert, die Vermeidung von absehbaren Folgen dieser Entzündung, wie etwa ein Darmdurchbruch.

Beispiel:
Das Ziel der Fahrer bei einem Rennen besteht darin, den Ziellienie schneller als seine Konkurenten zu erreichen. Diese Handlung wiederholt er beliebig oft, unabhängig davon, ob er sein Ziel je erreicht. Dass er in einem Rennen die Ziellinie erreicht, ist nicht sein Ziel.

Beispiel:
Das Ziel eines Bergsteigers ist im gegebenen Fall das Erreichen eines Gipfels. Der Gipfel ist dabei nicht sein Ziel. Sein Ziel ist den Gipfel zu erreichen.
Dieses Beispiel zeigt eine verbreitete umgangssprachliche Verkürzung, wonach Orte als Ziel aufgefasst werden. Etwa wenn von Reisezielen gesprochen wird.


Anmerkungen zur kybernetischen Teleologie:

Der Sollwert einer Regelung wird oft als Ziel bezeichnet. Im Aufsatz : Behaviour, Purpose and Teleology hat N. Wiener die Teleologie eingeführt, wohl in der Absicht, die philosophische Leseweise auf die Füsse zu stellen. Aristoteles hat in seiner Teleologie Ziel und Zweck voneinander unterschieden. Den Zwecken sind Mittel zugeordnet, die für sich betrachtet selbst wiederum Zwecke darstellen können (vgl. Zweck-Mittel-Relation). Damit stellt sich für ihn die Frage nach dem letzten Zweck, der nicht wiederum zum Mittel werden kann. Die Behandlung dieser Frage ist bei ihm Aufgabe der Ethik.

N. Wiener verwendet das Wort Ziel eigen-sinnig, indem er es einem Mechanismus zurechnet.

Das vermeintliche Ziel einer thermostatengeregelten Heizung ist natürlich nicht das Ziel der Heizung, sondern das Ziel des Menschen, der die Heizung zum Heizen verwendet. Der Zweck des Heizens besteht darin, den Raum zu wärmen. Der Zweck des Regeln besteht darin, die Raumtemperatur konstant bei einem vorgegebenen Sollwert zu halten. Der Benutzer einer thermostatengeregelten Heizung verfolgt diese Ziele.

Das kybernetische Ziel beruht auf einer sprachlichen Verkürzung, die darauf verweist, dass es kein Ziel ist. (Vgl dazu "Erd"-Beere)


 

Lieber Röbi ja, diese Begriffsbestimmung von Funktion ist widerspenstig und gewöhnungsbedürftig. Aber ich sehe noch nicht, wo Du ein begriffliches Problem siehst. Vielleicht müssten wir das Beispiel wechseln. In der vorigen mail ist mir aufgefallen, dass das Ziel negativ beschrieben ist: der Brief soll NICHT wegfliegen. Und auch wenn ich dabei die Formulierung wechsle und sage: der Brief soll dort bleiben, denke ich immer noch an den negativen Fall. Jetzt erkenne ich auch, dass Deine Ziel-Bestimmung Ziel: Brief darf nicht wegfliegen. nicht richtig passt. Das Ziel ist das Ziel einer Handlung, sie muss in der Zielformulierung erscheinen. Beim Bergsteigen will ich den Gipfel erreichen. Nicht der Gipfel ist das Ziel, sondern dass ich ihn durch die Handlung “bergsteigen” erreiche. Das Ziel ist im Briefbeschwererbeispiel, das, was ich erreiche, indem ich das Gewicht (den Hammer) auf den Brief lege: Nachher liegt etwas Schweres auf dem Brief, das war mein Ziel – dieses Ziel wähle ich, weil ich weiss, dass ein Brief nicht wegfliegt, wenn etwas Schweres auf ihm liegt. Die Handlung ist das Beschweren. Ohne Deine Einwände würde ich solche Zusammenhänge nie oder in 100 Jahren erkennen. Ich danke Dir Herzlich Rolf ======= From: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Sent: Tuesday, May 19, 2026 5:27 PM To: 'Rolf Todesco' Subject: AW: Funktion Lieber Rolf Ich merke jetzt im Rückblick, dass ich immer noch die (alltägliche) Vorstellung habe, dass eine Funktion etwas bewirken muss. Das war wohl der Grund, wieso ich auf den Zustand und seine Änderung hingewiesen habe. Der Ausdruck Zustand ist zwar in der Bestimmungsfolge der Ausdrücke im Zusammenhang mit der Verwendung des Ausdrucks Funktion aufgehoben, aber die Zustandsänderung ist nicht das Resultat einer Funktion, sondern sie ist das Resultat der Anwendung eines Verfahrens. Mir ist aber noch nicht klar, wie ich das begrifflich eindeutig beschreiben kann. Herzlich Röbi Von: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Gesendet: Montag, 18. Mai 2026 22:31 An: 'Rolf Todesco' Betreff: AW: Funktion Lieber Rolf Ich habe nochmals nachgedacht und ich bin beim Zustand hängengeblieben, den Du in Deinem Beispiel nicht erwähnst, der mir aber wichtig scheint. Ziel => Funktion => Verfahren => Zustand In der hk steht folgendes: (ich weiss nicht, wie weit diese Einträge bezüglich Funktion nachgeführt sind; Herv. von mir) unter Ziel: „Als Ziel bezeichne ich das (intendierte) Resultat einer Handlung, dessen Erreichen die Handlung abschliesst.“ unter Funktion (als Verfahren): „Als Funktion bezeichne ich … eine Domäne von Verfahren, die mir im Prinzip zur Verfügung stehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. unter Verfahren: „Das Verfahren ändert einen Zustand. Ich wende das Verfahren an, weil ich diese Änderung will. Das Verfahren hat kein Ziel. Ich habe ein Ziel. Das Verfahren hat ein kybernetisches Ziel.“ unter Zustand: Als Zustand bezeichne ich die zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebene Ausprägung einer Sache, die sich verändern kann. Eine Sache verändert sich, wenn sich ein Wert einer Eigenschaftsdomäne verändert, durch die die Sache bestimmt ist. Anwendungsbeispiel Briefbeschweren Anfangs-Zustand: Brief auf Tisch, der durch Luftzug wegfliegen kann. Ziel: Brief darf nicht wegfliegen. Funktion: Domäne von Verfahren, die verhindern, dass der Brief wegfliegt. Verfahren: Brief mit schwerem Gegenstand (Briefbeschwerer / Hammer) beschweren. Alternative Verfahren: Brief einstecken oder einklemmen. Zustand: Fixierter Brief, der nicht mehr wegfliegen kann (Zustandsänderung). End-Zustand: Das der Funktion entsprechend gewählte und angewendete Verfahren hat den Zustand gemäss der Zielsetzung geändert. Herzlich Röbi Von: Rolf Todesco Gesendet: Dienstag, 12. Mai 2026 22:15 An: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Betreff: Re: Funktion Lieber Röbi Du: “Ich meinte mit Handkurbel nicht nur den Artefakt Handkurbel (Mittel) sondern das Handkurbelverfahren.” Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Leser entscheidet, was gemeint ist. Der Leser tut das aufgrund seines Vorurteils oder seiner Begriffe. In diesem konkreten Fall, habe ich Dich falsch interpretiert, weil ich mit Handkurbel - unabhängig vom Kontext - eine Handkurbel meinte. Ein philosophisch geschulter Leser hätt gemerkt, dass in diesem Fall das Wort anders verwendet wurde. Ich würde dieses Missverständnis – das auf meiner Seite liegt – dadurch verhindern, dass ich von Handkurbelverfahren statt von Handkurbel schreibe. Mit Verfahren meine ich etwas, was ich mache, also Handkurbel drehen oder Schur ziehen. Das ist für mich keine Frage der Auflösung, sondern ein Frage, wie explizit ich ausformulieren muss: Wenn klar ist, dass ein Verfahren gemeint ist, genügt Handkurbel, wenn das nicht klar ist, muss ich Handkrubelverfahren schreiben. Und ja: dass ich sage, etwas habe eine Funktion, ist so alltäglich, dass ich es nur durch Disziplin verhindern kann. Das ist auch keine Frage, ob ich auf der Höhe einer Sache bin, sondern davon, wie bewusst ich ich jeweiligen Moment formuliere. Herzlich Rolf From: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Sent: Tuesday, May 12, 2026 4:59 PM To: 'Rolf Todesco' Subject: AW: Funktion Lieber Rolf Du sagst: "Die Handkurbel ist eines der möglichen Verfahren” Das würde ich nicht sagen. ... und "Die Handkurbel ist ein artefaktisches Mittel, das ich in einem Verfahren verwende(n kann)." Ich meinte mit Handkurbel nicht nur den Artefakt Handkurbel (Mittel) sondern das Handkurbelverfahren. Dazu gehört nicht nur die Handkurbel, sondern auch das angefertigte Bulli der Kurbelwelle zum Einstecken der Handkurbel. Beides sind Mittel die ich im Handkurbelverfahren verwende. Wenn ich - wie bei Deinem Rapid - das Bulli mit einem Riemen antreibe, spreche ich vom Riemenantriebverfahren. Ich vermute es ist eine Art Auflösungsfrage, was ich in welchem Zusammenhang als Verfahren auffasse. Deine Auflösung ist (scheinbar) gröber. Allerdings machst Du danach die Unterscheidung der verschiedenen Verfahren auch: Handkurbel / Riemen / Anstossen. Du sagst ja dann auch: "Mein Ziel ist jetzt, die Kurbelwelle zu bewegen. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Bei meinem Rapid muss ich eine Schnur ziehen, ich habe keine Handkurbel." Und ja, Dein Einwand bezüglich Anlasssystem / Funktion ist berechtigt. Das zeigt mein nicht auf der Höhe sein. Herzlich Röbi Von: Rolf Todesco Gesendet: Dienstag, 12. Mai 2026 14:58 An: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Betreff: Re: Funktion Lieber Röbi sehr schöne Geschichte, anschaulich konkret. Hier wollen wir aber unsere Begriffe abstimmen, indem wir unsere Texte beobachten (Theorie der Hyperkommunikation Smiley ) “Die Handkurbel ist eines der möglichen Verfahren” Das würde ich nicht sagen. Ich sage: Die Handkurbel ist ein artefaktisches Mittel, das ich in einem Verfahren verwende(n kann). Mein Ziel ist, dass der Motor läuft. Zu diesem Ziel gibt es verschiedene Verfahren (auch wenn ich aktuell gar keinen Motor zum Laufen bringen will). Ein (mögliches) Verfahren, den Motor zum Laufen zu bringen, besteht darin, dessen Kurbelwelle in Drehung zu versetzen, weil dann beim entsprechend konstruierten Motor ein paar Sachen passieren, so dass er läuft. Ich kann mir auf dieser allgemeinen Ebene gerade gar kein anderes Verfahren vorstellen !! Mein Ziel ist jetzt, die Kurbelwelle zu bewegen. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Bei meinem Rapid muss ich eine Schnur ziehen, ich habe keine Handkurbel. Ein anderes Verfahren (das ich von meinen alten Autos kenne) wäre, bei eingelegtem Gang das Gefährt als Ganzes in Bewegung zu setzen, etwa bergabfahren. Das habe ich beim Rapid auch schon probiert. Dann kommen ein paar Abschnitte, die ich teile. Dann aber schreibst Du: Die Funktion des gesamten Anlasssystems ist damit erfüllt Das würde ich gereade nicht sagen, weil dann das Anlasssystem eine Funktion hat - was ich vermeiden will. Deine Geschichte eignet sich sehr gut, die Wortverwendungen am praktischen Beispiel zu überprüfen. Genau deshalb schlage ich vor, Sachtexte zu schreiben und daran die Begriffe zu kontrollieren. Du hast ja meine Theorie mal angefangen zu lesen. Hier zeigt sich auch wunderbar, dass ich in Sachtexten jeweils nicht auf der Höhe der Sache bin, weil es dort nicht um Begriffe geht, sondern darum die Sache darzustellen Deine Sachtext habe ich sehr gut verstanden - zu den Begriffen habe ich jetzt ja Kritiken angeführt. Das ist meine Lexikonarbeit, die kein Ende hat ... Herzlich Rolf From: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Sent: Tuesday, May 12, 2026 1:08 PM To: 'Rolf Todesco' Subject: AW: Funktion Lieber Rolf Meine erste berufliche Ausbildung im Nochschulalter war das Bauern. Dabei musste / durfte ich für die vielen Rindviecher auf dem Hof meines Göttis mit dem Motormäher Gras mähen. Die folgende Geschichte habe ich nun aufgrund Deiner Definition der Funktion geschrieben und ich bitte Dich, diese in dieser Hinsicht kritisch zu prüfen. Wenn ich den Motormäher (Typ Record, Baujahr ca. 1950, Bucher-Guyer AG, Niederweningen) starten will, muss ich dies mit der zugehörigen Handkurbel tun. Das Starten des Motors ist dabei die übergeordnete Funktion, also die herzustellende Wirkung: der Motor soll in Gang gesetzt werden. Die Handkurbel ist eines der möglichen Verfahren zur Realisierung dieser Funktion. Bevor ich die Kurbel anwenden kann, müssen weitere Teilfunktionen sichergestellt werden, für die jeweils unterschiedliche Verfahren zur Verfügung stehen. Zunächst muss die Treibstoffversorgung des Motors gewährleistet werden. Dazu öffne ich den Benzinhahn. Das Öffnen des Benzinhahns ist ein Verfahren; die dadurch ermöglichte Funktion besteht darin, den kontinuierlichen Zufluss von Benzin vom Tank zum Motor sicherzustellen. Diese Funktion könnte grundsätzlich auch durch andere Verfahren erreicht werden, etwa durch eine Pumpe oder eine automatische Förderanlage. Zusätzlich muss vor dem Anlassvorgang der Vergaser mit Kraftstoff angereichert werden, damit ein zündfähiges Gemisch entstehen kann. Dazu betätige ich die kleine Fingerpumpe – einen federbelasteten Druckknopf in der Benzinzufuhr, etwa fingerbeergross. Ich drücke ihn zwei- bis dreimal kurz nach unten. Dieses Verfahren bewirkt, dass Benzin in den Vergaser gelangt, obwohl der Motor noch steht. Die zugrunde liegende Funktion besteht darin, dem Startvorgang ein zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch bereitzustellen. Auch diese Funktion wäre grundsätzlich durch andere Verfahren realisierbar (z. B. Choke-Systeme oder automatische Kaltstartanreicherung). Erst danach kann ich die Kurbel am Motor ansetzen und im Uhrzeigersinn drehen. Dabei tritt ein zunehmender Widerstand auf, da die Kompression im Zylinder überwunden werden muss. Reicht die aufzubringende Kraft nicht aus, steht mir ein sogenannter Kompressorhebel (Dekompressorhebel) zur Verfügung. Durch dessen Betätigung wird die Kompression im Brennraum reduziert, wodurch das Durchdrehen des Motors erleichtert wird. Die Funktion besteht hier nicht im Hebel selbst, sondern in der Verringerung des erforderlichen Kraftaufwands beim Starten – eine Wirkung, die prinzipiell auch durch andere technische Verfahren erreicht werden könnte. Sobald ich die Kurbel mit ausreichender Kraft unter Zuhilfenahme des Dekompressionsmechanismus durchdrehen kann und den Hebel wieder loslasse, kann der Motor im günstigen Fall anspringen und selbstständig weiterlaufen. Die Funktion des gesamten Anlasssystems ist damit erfüllt: der Übergang vom stillstehenden in den selbstlaufenden Betrieb ist hergestellt. Gelingt dies nach mehreren Versuchen nicht, kann es sein, dass der Motor – wie wir sagten – „versoffen“ ist. Das bedeutet, dass zu viel Benzin in die Brennkammer gelangt ist und die Zündkerze so stark benetzt wurde, dass kein Zündfunke mehr entstehen kann. In diesem Fall besteht die Funktion darin, wieder einen zündfähigen Zustand herzustellen. Dies konnte durch Abwarten der Verdunstung oder durch Herausdrehen und Trocknen der Zündkerze erfolgen. Auch hier stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die dieselbe Funktion erfüllen. Der grösste Teil der hier beschriebenen Verfahren zur Realisierung der Funktion „Motorstart“ ist im Laufe der technischen Entwicklung zunehmend unsichtbar geworden, da sie in spezialisierte Anlasssysteme überführt und dort funktional integriert wurden. Die zugrunde liegenden Funktionen sind jedoch erhalten geblieben, während sich die Verfahren zu ihrer Realisierung historisch verändert und technisch verdichtet haben. Herzlich Röbi Von: Rolf Todesco Gesendet: Dienstag, 12. Mai 2026 12:05 An: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Betreff: Re: Funktion Lieber Röbi “nicht immer ganz auf der Höhe der Sache” .. das ist gut SmileyDort wäre ja das Ende. ich verwende, wo immer es geht “Artefakt”, nicht weil das besser als Mittel wäre, sondern weil es mich ans Herstellen erinnert. Mittel lässt viel mehr zu. Ich versuche, alles an konkreten Herstellungen zu beschreiben. Mein Standardbeispiel ist das Herstellen von Textil geblieben. Es ist hinreichend kompliziert, aber noch nachvollziehbar, weil ich es – im Prinzip – selbst tun kann. Von Hand und mit allerlei hergestellten “Miteln”. Es geht mir darum, meine Beschreibungen anschaulich zu halten, damit ich sie verstehen kann. Dabei bin ich natürlich nie auf der Höhe der Sache, aber auf der Höhe von relativ einfachen Sachen. Herzlich Rolf From: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Sent: Monday, May 11, 2026 11:54 PM To: 'Rolf Todesco' Subject: AW: Funktion Lieber Rolf "Das Artefakt erfüllt nie eine Funktion. Immer ist es die Anwendung eines Artefaktes, die die Funktion erfüllt." Im Kontext von Artefakt und Funktion ist das klar genug gesagt. Mein Versuch, für mich zu klären was gilt, zeigt einfach, dass ich nicht immer ganz auf der Höhe der Sache bin. Ich frage mich, ob ich statt Artefakt genereller Mittel einsetzen könnte. Wenn ich möchte, dass der Brief nicht am Ort liegen bleibt, sondern zu Boden schwebt, könnte ich die Funktion auch durch die Anwendung nichtartefaktischer Mittel erfüllen. Aber wie beim Artefakt ist es die Anwendung des MIttels, nicht das Mittel, das die Funktion erfüllt. Herzlich Röbi Von: Rolf Todesco Gesendet: Montag, 11. Mai 2026 22:03 An: robert.ottiger@hyperkommunikation.ch Betreff: Re: Funktion Lieber Röbi bis vor kurzem stand auf der Funktionsseite, dass ich alles umgekrempelt habe und dass deshalb viele Einträge im Lexikon nicht mehr passen. Dasselbe schreibe ich aktuell unter “beobachten”. Im konkreten Fall würde ich nicht sagen, dass der Motor ein Verfahren sei oder repräsentiere, sondern dass ei ein Mittel sei, das ich in einem Verfahren einsetze. Wie Du sagst: Die Funktion besteht darin eine Welle anzutreiben, was ich mit verschiedenen Verfahren tun kann. Die Verfahren bestimmen die Mittel: ein Wasserrad, einen Motor, Pedalen .. Das Artefakt erfüllt nie eine Funktion. Immer ist es die Anwendung eines Artefaktes, die die Funktion erfüllt. Meinst DU, dass das noch zu unklar formuliert sei? Herzlich Rolf
 
[ kybernetiks ]
[ cop Typologie abschliessbarer Handlungsziele ]
[ wp ]
[ cop Behaviour, Purpose and Teleology ]
[ wp ] [ 16. 4.26 ]