Als Dinge bezeichne ich umgangssprachlich und jenseits von Erkenntnisphilosophien stoffliche Entitäten, die eine Form haben, die ich isolieren oder trennen und mit Substantiven bezeichnen kann: ein Baum, ein Mensch, ein Hammer, usw. Dinge kann ich zeichnen. Keine Dinge sind Freiheit, Energie, Leben, usw, die keine Stofflichkeit haben. Dinge sind - erkenntnisphilosophisch, etwa im Konstruktivismus seit I. Kant - Gedankendinge, die in der Aussenwelt erscheinen und Ursache von Empfindungen sind.
Quasi-Synonyme: Objekt, Sache, Gegenstand, die für etwas anderes stehen. |
Beispiele:
Holz, Material kann ich nicht zeichnern, es hat keine Form Einen Berg kann ich nicht zeichnen, weil er unten nicht begrenzt ist. |
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Erläuterungen
Wenn ich ein Artefakt oder einen Gegenstand als "Ding" bezeichne, abstrahiere ich von seinem Artefakt-Sein und von seinem Bedeutung-Haben. Alle Dinge sind stofflich:
Dinge kann ich abzählen, Stoffe nur proportionieren. Dafür kann ich Stoffe teilen, ohne dass sie ihre Identität verlieren, was bei Dingen im engeren Sinne nicht möglich ist.
Ein Signal ist kein Ding, sondern eine energetische Entität, ich kann nur seine Wirkung wahrnehmen.
Zahlen oder Systeme sind keine Dinge, sondern eine formale Entitäten, ich kann sie nicht sinnlich wahrnehmen.
Literatur:
E. Mach, ein Sinnes-Empfindungs-Konstruktivist, über die Dinge: "Es ergibt sich aber, daß ein isoliertes Ding, genau genommen, nicht existiert. Nur die vorzugsweise Berücksichtigung auffallender, stärkerer Abhängigkeiten und die Nichtbeachtung weniger merklicher, schwächerer Abhängigkeiten erlaubt uns bei einer ersten vorläufigen Untersuchung die Fiktion isolierter Dinge."