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Hier kommt noch das Schema unten als DIalog statt als Erkenntiszeug : Wahrheit kommt im Dialog nicht vor
Das Wissen von der Bewegung muß vom Beobachter in seinem
Erfahrungsfeld konstruiert werden. Ich möchte betonen, daß es
mir um das Wissen von der Bewegung geht und nicht um die
Frage, ob sich der »wirkliche« Pfeil bewegt oder nicht. Der Kinofilm
ist deswegen eine so gute Veranschaulichung, weil der
Pfeil sich auf dem Film selbst nicht bewegt. Wenn wir den Film
jedoch vorgeführt bekommen, dann sehen wir eine Bewegung.
Somit stellt sich die Frage: Wie kann dieser Eindruck erzeugt
werden? EvG RadKonst 139
Herstellung unseres Wissens 191 !!! die Metapher
Aus meiner Sicht ist es ergiebiger, zu
untersuchen, was die Naturwissenschaftler faktisch tun. Humberto
Maturana hat eine nützliche Beschreibung des Verfahrens
vorgelegt, das gewöhnlich als »die naturwissenschaftliche Methode
« bezeichnet wird. Ich glaube, daß es wenige Naturwissenschaftler
gibt, die damit nicht zumindest grundsätzlich einverstanden
wären. Maturana hat seine Auffassung im Lauf der Jahre
leicht verändert; ich gebe hier meine eigene Zusammenfassung. 3
Das Verfahren besteht aus vier Schritten, die durchlaufen werden,
wenn ein Phänomen ( eine Erfahrung oder eine Abfolge von
Erfahrungen) erklärt werden soll:
1. Die Situation (die einschränkenden Bedingungen), in der das
Phänomen beobachtet wird, muß explizit beschrieben werden
(so daß die Beobachtung wiederholt werden kann).
2. Es wird ein hypothetischer Mechanismus vorgeschlagen, der
erklären könnte, wie die interessanten oder überraschenden
Aspekte des beobachteten Phänomens entstehen.
3. Aus diesem hypothetischen Mechanismus wird die Vorhersage
eines Ereignisses abgeleitet, das noch nicht beobachtet
worden ist.
4. Der Naturwissenschaftler sucht dann die Bedingungen zu
schaffen, unter denen der Mechanismus die Beobachtung des
vorhergesagten Ereignisses herbeiführen sollte; auch diese Situation
muß wieder explizit beschrieben werden.
In jedem dieser vier Schritte ist Erfahrung von entscheidender
Bedeutung. Beobachtung ist eine besondere Art der Erfahrung
und muß, um als naturwissenschaftlich zu gelten, bestimmten
Anforderungen genügen. Die Hypothesen (mit deren Hilfe die
Beobachtungen verknüpft werden) verbinden Erfahrungen und
nicht Dinge an sich. Auch die Vorhersagen betreffen, was wir zu
erfahren erwarten, nicht Ereignisse in irgendeiner von uns unabhängigen
Welt jenseits unseres Erfahrungsfeldes.
Wissenschaftliches Wissen wird als
verläßlicher angesehen als unser Alltagswissen, nicht weil es auf
irgendeine besondere Art aufgebaut wäre, sondern weil es in
expliziter und wiederholbarer Weise zustande kommt. Paul
Valery, einer der klügsten Autoren unserer Zeit, schrieb: »Die
Wissenschaft ist eine Sammlung von Rezepten und Verfahren,
die immer funktionieren«, und erklärte hierzu:
»Unser Glaube daran ruht ausschließlich auf der Gewißheit, ei~ bestimmtes
Phänomen mit Hilfe bestimmter wohldefinierter Handlungen
wieder zu erzeugen oder wieder zu sehen« (Valery 1957, S. 1253).
Der Wert wissenschaftlichen Wissens hängt folglich nicht von
seiner Wahrheit im philosophischen Sinne ab, sondern von seiner
Viabilität.
Eine Rinderherde auf einer engen Landstraße zu treiben, die
von Hecken gesäumt ist, die stellenweise mehr oder minder große
Lücken aufweisen, ist für einen Bauern ohne Gehilfen praktisch
unmöglich. Er muß hinter den Tieren herlaufen, um sie in
Gang zu halten, sobald aber die erste Kuh zu einer Öffnung in
der Hecke kommt, biegt sie unweigerlich in das Feld ab. Die
anderen laufen ihr nach, und hinter ihnen der Bauer, der dann
versuchen muß, sie wieder zurück auf die Straße zu treiben. Das
ist schwierig genug. Was den Treiber aber zur Verzweiflung
bringt, ist, daß die auf die Straße zurückgetriebenen Tiere immer
in die Richtung laufen, aus der sie gekommen sind. 3 Das ist eine
Situation, in der man nicht gewinnen kann, und kein gewiegter
Bauer würde mit seinen Kühen einen solchen Ausflug unternehmen,
ohne zumindest einen gehorsamen Hund mitzunehmen.
Das ändert die Situation. Sobald der Bauer nun so ein Loch in der
Hecke sieht, schickt er seinen Hund voraus, um den Ausgang zu
versperren, und das Problem entsteht nicht. Ich unterstreiche,
daß es nicht der Hund ist, der die Ochsen treibt, sondern daß er
lediglich ihre Bewegungsmöglichkeiten einschränkt. Der Bauer
selbst muß für Bewegung sorgen, der Hund hilft lediglich, gewisse
Richtungen zu vermeiden. In diesem Szenario hat der
Hund eine Funktion, die einer wichtigen Verwendungsweise der
Sprache im Klassenzimmer ähnlich ist.
Der Lehrer kann den Schülern nicht sagen, 295
==== chatgpt ==
Sprache und Wirklichkeit
Maturana hat das Phänomen der Sprache häufig als »die konsensuelle
Koordination von Koordinationen von Handlungen« beschrieben
(zum Beispiel 1988, S.46 f.). Ich verstehe das so: Um in
den Gebrauch einer Sprache einzudringen, muß ich Lautbilder
und Re-Präsentationen meiner Erfahrungen auf solche Weise
koordinieren, daß die von mir konstruierten Paare mit den Paaren
kompatibel (das heißt koor.diniert) erscheinen, die andere
Sprecher der Sprache konstruiert haben. Für Maturana bestehen
einige der Handlungen zwar in der Äußerung von Sprachlauten,
was damit koordiniert wird, sind jedoch nicht Akte der RePräsentation,
sondern andere Handlungen. Er sagt: »Wörter
sind keine symbolischen Entitäten, noch auch konnotieren oder
denotieren sie eigenständige Objekte« (ebd., S. 47). Ich stimme
mit ihm darin überein, daß Wörter keine von uns unabhängigen
Objekte konnotieren, denotieren oder bezeichnen, in meinem
Modell aber haben sie semantische Verbindungen mit ganz bestimmten
Teilen der Erfahrung des Individuums. Mir scheint,
daß Maturana die Möglichkeit ausschließt, daß Wörter Re-Prä-
221
sentationen aufrufen, weil es in seiner Auffassung nur Repräsentationen
ohne Bindestrich gibt, die notgedrungen die auch von
ihm abgelehnte Illusion voraussetzen, daß man eine Abbildung
der Realität erreichen kann.
Rorty nimmt einen ähnlichen Standpunkt ein, wenn er sagt,
daß man Sprache nicht als »ein Medi~m des Ausdrucks oder der
Repräsentation ansehen« könne (1989, S. Ir). Dies folgt für ihn
aus der Einsicht, daß der Bezug auf reale Objekte und wahre
Repräsentationen der Realität nutzlose Vorstellungen sind.
Auch hier stimme ich der Bewertung der philosophischen Vorstellung
der Referenz auf reale Objekte und ihre Repräsentationen
zu, ich sehe aber keinen Grund, warum ein Modell der
Sprache nicht die menschliche Fähigkeit einbeziehen sollte, sich
an vergangene Erfahrungen zu erinnern und sie mit Lautbildern
zu verknüpfen. Das unerwartete Zwischenspiel mit dem Rhinozeros
hat, so hoffe ich, demonstriert, daß wir alle diese Fähigkeit
besitzen. Ohne sie, so meine ich, könnten wir niemals irgendwelchen
Gewinn aus den sprachlichen Interaktionen mit anderen
ziehen, noch könnten wir irgend etwas aus Büchern lernen.
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Die Funktion der Kognition ist adaptiv und dient der Organisation
der Erfahrungswelt, nicht der Entdeckung der ontologischen
Realität. 7
7 Ich hatte die Definition zwar bereits in Vorträgen und Diskussionen
benutzt, sie wurde aber erst im Jahre 1989 veröffentlicht, und zwar in
meinem Beitrag über Konstruktivismus in der International Encyclopedia
of Education (Glasersfeld 1989 a). 49
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Die Ausbreitung
konstruktivistischer Ideen
Im Januar 1978 veranstalteten Heinz von Foerster und Francisco
Varela in San Francisco eine Tagung zum Thema »Die Konstruktion
von Wirklichkeiten«. Es war eine geschlossene Veranstaltung,
die etwa dreißig Autoren und Wissenschaftler aus verschiedenen
Disziplinen versammelte. Alle von ihnen hatten in der
einen oder anderen Weise ihre Überzeugung kundgetan, daß
Wissen nicht vorgefertigt aufgefunden oder entdeckt werden
könne, sondern konstruiert werden müsse.
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Der Radikale Konstruktivismus ist eine "Variante" des Konstruktivismus, die auch als Systemtheorie 2. Ordnung und als Autopoiese bezeichnet wird, weil neben E. von Glasersfeld, von dem der Ausdruck stammt, auch H. von Foerster und H. Maturana als Mitbegründer des Radikalen Konstruktivisten gelten. (mehr dazu im Crashkurs Systemtheorie 2. Ordnung).
ausführlicher in: |
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Ernst von Glasersfeld verwendete den Ausdruck "Radikaler Konstruktivismus" erstmals 1974 im Aufsatz "Piaget and the radical constructivist epistemology". In C.D.Smock & E. von Glasersfeld (Eds.), Epistemology and education. Athens
Wir verstehen den Radikalen Konstruktivismus als eine Theorie des Wissens, die Ernst von Glasersfeld aus Theorieansätzen von Jean Piaget entwickelt hat. Der Ausdruck "Konstruktivismus" stammt in diesem Kontext von J. Piaget, der untersuchte, wie sich ein Kleinkind die Wirklichkeit "konstruiert" (u.a. La construction du réel che l' enfant (1937)). Der Ausdruck "Radikal" bezeichnet, die Radikalität des Ansatzes von E. von Glasersfeld, zu welcher J. Piaget sich nicht entschliessen konnte: nämlich dass jedes Wissen eine Konstruktion ist, weil das wissende Subjekt keine Möglichkeit hat, sein Wissen jenseits seiner Erfahrungswelt zu verifizieren. (Der Ausdruck "Konstruktion" wird dabei sehr eigen verwendet, soll sagen, dass keine Naturgebenheit vorhanden sei).
Natürlich - quasi im Sinne der Anwendung der konstruktivistischen Theorie auf sich selbst - besitzt jeder Mensch seinen eigenen Konstruktivismus. Wir entfalten unsere Vorstellungen und unsere Perspektiven zum Radikalen Konstruktivismus auf dieser Site allgemein und speziell im Crashkurs Systemtheorie 2. Ordnung.
Wir sprechen - und wähnen uns dabei im common sense der engineering-Welt - von eigentlicher Konstruktion, wo Artefakte höherer Ordnung produziert werden. Der Eifelturm ist eine Konstruktion aus Profileisen, die ihrerseits keine Konstruktionen, sondern elementare Artefakte sind.
Die Konstruktionen, für die wir uns in unserer Forschung hauptsächlich interessieren, auch weil wir sie systemtheoretisch sinnvoll beschreiben können, sind die kybernetischen Maschinen (Automaten), die wir selbst konstruieren.
Halbwegs entwickelte Konstruktionstätigkeit produziert Konstruktionszeichnungen (Pläne), also Beschreibungen von den Artefakten, die hergestellt werden. (the map is not the territory). Auf der entwickelten Stufe der Konstruktionstätigkeit, auf der Ebene der Programmierung wird die Unterscheidung zwischen dem Konstruktionsplan und dem refenzierten Produkt hinfällig (the map is the territory).
Konstruktivismus ist eine ausführlich dokumentierte Anleitung dafür, wie man für Metaphern eine zweite Redeweise generiert. (Das ist eigentlich keine These, weil Ernst von Glasersfeld seinen Konstruktivismus genau so - nämlich zur Lösung von Problemen, die einer falsch verstandenen Semantik geschuldet sind - eingeführt hat).
Hinweis:
Im biologischen Konstruktivismus von Piaget und im epistemologischen Radikalen Konstruktivismus wird der Ausdruck "Konstruktion" nicht explizit refelektiert, sondern als unproblematische Metapher für eine nicht nährer beschriebene geistige oder mentale Tätigkeit verwendet. (Allenfalls bei Sivio Ceccato, einem Vorläufer des Radikalem Konstruktivismus, lassen sich Hinweise darauf finden, dass Konstruktion technologisch gesehen wird, weil er seine Ueberlegungen mit dem Bau von intelligenten, wahrnehmungsfähigen Maschinen motiviert).
Hinweis:
Weder bei J. Piaget noch bei E. von Glasersfeld wird der Ausdruck "Konstruktion" explizit reflektiert. Beide verwenden ihn als unproblematische Metapher für eine nicht nährer beschriebene geistige oder mentale Tätigkeit verwendet. (Allemfalls bei Sivio Ceccato, einem Vorläufer des Radikalem Konstruktivismus, lassen sich Hinweise darauf finden, dass Konstruktion technologisch gesehen wird, weil er seine Überlegungen mit dem Bau von intelligenten, wahrnehmungsfähigen Maschinen motiviert).
Eine kurze (logischerweise subjektiven) Zusammenfassung des Radikalen Konstruktivismus von einem aussenstehenden Kritiker zeigt, wie verschieden die Wahrnehmungen sind.
"Konstruktivimus" ist ein Label für Theorien, in welchen das Konstruieren und das Konstruiert-Sein im Zentrum steht.
Es gibt Abschnitte dazu in Systemtheorie (Kursunterlagen)
Den Ausdruck "Radikaler Konstruktivismus" verwende ich als Eigenname für eine Lehre. Ich kann also nicht fragen, was Radikaler Konstruktivismus sei oder was daran radikal sein soll, sondern nur, worin die Lehre, die ich so benenne bestehe, und - wenn ich Eigennamen nicht arbiträr begreife - mit welcher Plausibilität eben dieser und kein anderer Name dafür gewählt wurde.
Lehren haben einen Gegenstand, aber extrem selten sind sich die verschiedenen Vertreter einer Lehre darüber einig, worin dieser Gegenstand besteht. Eine Form dieser Differenz zeigt sich im Streit darüber, ob bestimmte Formulierungen überhaupt noch zur jeweiligen Lehre gehören, was dann zu Varianten der Lehre mit je verschiedenen Eigennamen führt. Ein anderes Phänomen besteht darin, dass Eigennamen homonym für ganz verschiedene Lehren verwendet werden. Konstruktivismus etwa gibt es - unabhängig voneinander - in der Mathematik und in der Kunst und in der Epistemologie, und weil Konstruktivismus ein Modewort geworden ist, auch in der Philosophie des gesunden Menschenverstandes, die sich damit beschäftigt, wie wirklich die Wirklichkeit sei.
Zuerst zur Frage nach dem Namen. Warum wohl heisst Paris Paris? Eben. Der Name "Radikaler Konstruktivismus" ist vom Himmel gefallen, aber ich kann eine Geschichte dazu erzählen. E. von Glasersfeld bezeichnete die Lehre von J. Piaget mit Konstruktivismus, weil J. Piaget in einem Buchtitel von "La construction du réel chez l' enfant" gesprochen hatte. Hätte E. von Glasersfeld die deutsche Übersetzung gelesen, die "Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde" heisst, wäre er wohl nicht auf den Ausdruck Konstruktivismus gekommen, weil der Ausdruck weder im genannten Buch noch in der Lehre von J. Piaget eine wesentliche Rolle spielt. J. Piaget selbst konnte sich mit der "radikal" genannten Variante seiner Lehre, die er selbst als Epistemonologie bezeichnet, nicht anfreunden.
Dann zur bezeichneten Lehre. In einem Gespäch über den Radikalen Konstruktivismus gehe ich davon aus, dass über eine Lehre gesprochen wird. In einem ernsthaften Gespräch kläre ich aber auch das. Schliesslich - bei aller Unbestimmtheit des Wortes Lehre - geht es um den Gegenstand der bezeichneten Lehre. Dann kann ich dialogischerweise nicht mehr vom Radikalen Konstruktivismus überhaupt sprechen, sondern nur noch davon, welche Lehre ich so bezeichne. Natürlich kann man sich auf die Lehre eines einzelnen Buches eines einzelnen Autors einigen. Naheliegenderweise käme dafür das gleichnamige Buch des Erfinders des Ausdruckes in Frage. Ich kenne aber niemanden, der das Buch so gelesen hat wie ich. Ich komme deshalb nicht umhin, von meinem je eigenen Radikalen Konstruktivismus zu sprechen.
Um blödsinnigen Einwänden vorab etwas entgegenzuhalten. Ich habe längere Gespräche mit E. von Glasersfeld gehabt, wir waren uns in fast gar nichts einig. Und umgekehrt meine ich nicht, dass jemand mit Radikalem Konstruktivsmus irgendeine Lehre bezeichne, also beispielweise eine Lehre über das Anpflanzen von Kartoffeln oder die Systemlehre von Hr. von Bertalanffy. Ich gehe davon aus, dass es sich um Lehren im thematischen Umfeld der Epistemologie von J. Piaget handelt. Dann aber ist das Feld ganz weit offen.
Für mich steht im Zentrum der Lehre des Radikalen Konstruktivismus, dass alle Varianten von Erkenntnistheorie aufgehoben sind. Es geht also in keiner Weise um Erkenntnis, sondern um eine systematische Begründung des Dialoges, in welchem Erklärungen beobachtet werden. Um es ganz kurz zu sagen: Es geht um die Konstruktion von Erklärungen.
Geraffte Darstellung: (Henk Goorhuis: Abschied von der Wirklichkeit: Von der Objektivität über die Subjektivität zum Konstruktivismus. In: Ueber die Grenzen des Planbaren hinaus, Ifi, 1995)
With great pleasure I announce the publication of Constructivist Foundations Volume 3 Number 2.
andere Literatur
Irrgang/Klawitter, 1990, 44.
(I) Der Mensch konstruiert sich seine Um-Welt, indem er sich darin bewegt. Das Resultat dieser Bewegung (Lernen), können wir nicht begrifflich verstehen, da er sich nur scheinbar konstruktiv, eigentlich aber natürlich verhält.
(II) Nur was der Mensch konstruiert (Artefakte), können wir eigentlich verstehen.
“Der Partner für den radikalen Konstruktivismus ist demnach nicht die Erkenntnistheorie der Tradition, sondern ihre Theologie (und zwar eine Theologie, die wegen ihrer Ansprüche an Genauigkeit über das hinaus ging, was die Theologie verkraften konnte.)” Siehe dazu: Luhmann, Niklas: Erkenntnis als Konstruktion. In: (ders.): Aufsätze und Reden, hg. von Oliver Jahraus, Stuttgart 2001, S. 218 -243, hier: S. 229 und 228.
www.univie.ac.at/constructivism