Lochstreifen
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Lochstreifen spielen in der Technik eine wichtige Rolle, speziell beim Telegraf und bei Computern.
Das Wort Streifen steht eigentlich für ein Muster, und metaphorisch abgeleitet, für das was in der Abbildung als Streifen erscheint: etwa der Gaza-Streifen oder das Jet-Kondensat. Nur selten wird ein Band als Streifen bezeichnet, ein Film heisst Streifen, weil das die Bilder ein Band bilden.
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Loch
Locher
Lochkarte
Lochstreifen
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Als Lochstreifen bezeichne ich ein aus Papier, Kunststoff oder einem Metall-Kunststoff-Laminat bestehender streifenförmiger Datenträger, dessen Information durch eingestanzte Löcher repräsentiert wird. Das Prinzip entspricht einer Lochkarte mit variabler Länge.
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Löchern, .... Steuerung einer Maschine darstellt. , sie fungiert als eine Menge von Schaltern.
Lochstreifen und ähnliche mechanische Speichersysteme wie Lochkarten waren vor dem Aufkommen magnetischer Speichermedien wie dem Magnetband und der Magnetplatte die wirtschaftlichsten les- und beschreibbaren Datenträger
Lochstreifenstanzer[Bearbeiten]
Zum Beschreiben eines Lochstreifens werden Stanzgeräte verwendet, die im rechten Winkel zur Laufrichtung eine Leiste von Stanzköpfen besitzen. Für jedes zu speichernde Zeichen wird eine Spalte des Lochstreifens mit einem entsprechenden Muster bestanzt. Das Führungsloch wird immer ausgestanzt. Danach wird der Streifen eine Position weitergeführt und das nächste Zeichen geschrieben. Stanzgeräte an einem Fernschreiber stanzen typischerweise 6 2/3 Zeichen (Lochreihen) pro Sekunde, neuere Stanzgeräte erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 150 Zeichen pro Sekunde.
Lochstreifenleser[Bearbeiten]
Die Abtastung des Lochstreifens kann auf verschiedene Arten geschehen: mechanisch, elektrisch, optisch oder elektrostatisch.
Bei der mechanischen Abtastung wird der Streifen mittels eines in die Führungslöcher greifenden Stachelrädchens zeichenweise transportiert und die Löcher mit mechanischen Fühlern abgetastet, die in ihrer Anordnung den Stanzköpfen des Schreibers entsprechen. Die mechanischen Lesegeräte, die meist im Zusammenhang mit Fernschreibern stehen, arbeiten ebenfalls typischerweise mit einer Geschwindigkeit von 6 2/3 Zeichen pro Sekunde
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Der Lochstreifen ist der Vorläufer der Lochkarte – die als Datenspeicher erstmals 1890 von der staatlichen Verwaltung in den USA bei der Volkszählung durch Herman Hollerith eingesetzt wurde.
Lochstreifen wurden bis in die 1990er Jahre als Datenträger für Fernschreiber und Computer (meist als Eingabemedium) benutzt. In der numerischen Steuerung von Werkzeugmaschinen finden sie bis heute Verwendung.
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welcher Rechner von Zuse wurde mit Lochstreifen programmiert
Der Rechner von Konrad Zuse, der mit Lochstreifen programmiert wurde, war die Zuse Z11. Ab 1957 konnte die Z11 über Lochstreifen programmiert werden, was ihre Flexibilität und Anwendungsmöglichkeiten erheblich erweiterte1.
Die Z11 war der erste serienmäßig produzierte Computer der Zuse KG und basierte auf Relais- und Schrittschaltungen. Sie wurde für verschiedene Anwendungen in Geodäsie und Optik eingesetzt1.
Interessierst du dich für weitere Details zur Zuse Z11 oder einem anderen Thema?
wie wurden die Zuserechner davor programmiert
Vor der Einführung von Lochstreifen wurden die Zuse-Rechner hauptsächlich durch direkte manuelle Eingaben über Tasten und Schalter programmiert. Diese Methode war zeitaufwendig und weniger flexibel im Vergleich zu späteren Methoden wie Lochstreifen oder Lochkarten.
Konrad Zuse und sein Team entwickelten verschiedene Methoden zur Programmierung ihrer Maschinen, einschließlich der Verwendung von Lochkarten und Lochstreifen, um die Effizienz und Flexibilität der Programmierung zu verbessern3.
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https://www.wpavel.de/zuse/doku/anleitung_programm.php
https://www.wpavel.de/zuse/doku/anleitung_lochstreifen.php
Wie Lochstreifen früher hergestellt wurden, die möglichen Schriftzeichen und den verwendeten CCIT2-Code finden Sie unter ► Lochstreifen
Schreiben Sie Programmbefehle und Daten auf Ihrem Computer mit einem Editor in eine Textdatei. Der Name der Datei ist beliebig.
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Geschichte
Notenrollen wurden u. a. von M. Welte & Söhne seit 1883
Lochstreifen dienen seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch der Darstellung und Speicherung von Daten. Zunächst wurden sie in der Datenübermittlung durch Telegrafen eingesetzt. Dabei wurden Morse-Punkte (kurze Signale) z. B. durch senkrecht übereinanderstehende Löcher, Striche (lange Signale) durch diagonal angeordnete Löcher kodiert.
1841 konstruierte Charles Wheatstone in London einen lochenden Telegrafen, bei dem der Wheatstone-Lochstreifen-Code links und rechts von einer mittleren Transportspur angebracht war. Der erste Einsatz von Lochstreifen in Deutschland erfolgte in Telegrafen von Siemens, und 1869 baute Jaite in Berlin einen Empfangslocher.[1]
Der Lochstreifen ist der Vorläufer der Lochkarte – die als Datenspeicher erstmals 1890 von der staatlichen Verwaltung in den USA bei der Volkszählung durch Herman Hollerith eingesetzt wurde.
Lochstreifen wurden bis in die 1990er Jahre als Datenträger für Fernschreiber und Computer (meist als Eingabemedium) benutzt. In der numerischen Steuerung von Werkzeugmaschinen finden sie bis heute Verwendung.
Lochstreifen und ähnliche mechanische Speichersysteme wie Lochkarten waren vor dem Aufkommen magnetischer Speichermedien wie dem Magnetband und der Magnetplatte die wirtschaftlichsten les- und beschreibbaren Datenträger. Aufgrund ihrer Robustheit, der einfachen Handhabung und weiten Verbreitung, sowie der Tatsache, dass sie notfalls mit bloßem Auge gelesen werden können, werden Lochstreifen in geringem Maße noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts z. B. in der militärischen Nachrichtentechnik eingesetzt. Im Computerbereich haben sie ihre Bedeutung allerdings verloren.
Konkret wurden Lochstreifen in der Computertechnik vielfältig verwendet: Für Programm-Quelltexte, für kompilierten Binärcode, für Datensätze und oftmals als Steuerstreifen für Peripheriegeräte. Ein konkreter Arbeitstag für einen Programmierer sah dann so aus, dass er an einem Fernschreiber (oder später Lochstreifenterminal) ein Programm eintippte, danach einen weiteren Lochstreifen mit einem Datensatz erstellte und damit schließlich zum Computer ging. Dort las er den bereitliegenden Compiler in Form eines strapazierfähigen Kunststoff-Lochstreifens ein, danach seinen Programmlochstreifen und nach dem Start des Programms den Datenstreifen. Der Computer produzierte dann einen Ergebnis-Lochstreifen, den man entweder in Klartext am Fernschreiber ausdruckte oder, wenn es sich um einen Steuerlochstreifen handelte, damit beispielsweise in einen weiteren Raum ging, wo ein schreibtischgroßer Plotter stand, der diesen Lochstreifen als Eingabe akzeptierte und ein Diagramm produzierte. Die Lochstreifen wurden entsprechend ihrem Verwendungszweck häufig in unterschiedlichen Farben verwendet.
Wenn das Programm dagegen Fehler aufwies, musste man diese bereinigen. Dabei boten Lochstreifen einen besonderen Vorteil: Sie waren in Grenzen per Hand korrigierbar. Wenn es um einzelne zu korrigierende Zeichen ging, konnte man manchmal sogar mit einer Handstanze einzelne Löcher hinzufügen;[2] beliebige Zeichen ließen sich beim Baudot-Code durch ein Bu-Zeichen (alle 5 Löcher) oder im ASCII-Code durch ein DEL-Zeichen (alle 7 Löcher) eliminieren, allerdings nur in seltenen Fällen durch ein anderes Zeichen ersetzen. Für größere Änderungen musste man nur in vernünftigen Abständen Sequenzen von reiner Transportlochung einfügen, was normalerweise einem nicht benutzten Code „null“ entsprach. Dann konnte man in diesen Stellen mit einer Schere schneiden und ein korrigiertes Stück per Klebung mit schwarzem Klebeband (für optische Abtastung) einfügen. Das Programmierwerkzeug (oder -besteck), das man mitbringen musste, bestand dann aus einer geraden Papierschere, einer Rolle schwarzem Klebeband und einem Filzschreiber zum Beschriften des fertigen Lochstreifens.
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