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Ethernet ist ein exemplarisches Beispiel für sprachliche Verkürzungen, die diffuse Redeweisen provozieren, die offenlassen, was bezeichnet wird.
In der Wikipedia steht: "Ethernet ist eine Technik, die Datennetze spezifiziert."
"Technik ist nicht verlinkt, weil unter Technik nichts Passendes steht und "Datennetz" ist nicht verlinkt, weil das Lemma in Wikipedia fehlt.


 

Umgangssprachlich wird mit Ethernet ein lokales Netzwerk (LAN) bezeichnet, das im Normalfall aus verkabelten PCs besteht, deren Verbindungen durch ein Protokoll mit dem gleichen Namen spezifiziert sind und von Novell erfolgreich vermarktet wurde.

Als Ethernet bezeichne ich die Software, die als Netzwerk, dessen Funktionsweise durch ein Protokoll, das auch Ethernet heisst, definiert ist.

Ethernet wurde Ende 1972 im Xerox PARC entwickelt und zunächst als "Alto Aloha"-Netzwerk bezeichnet, weil damit Xerox Altos verbunden wurden. Im Jahr 1973 wurde es von B. Metcalfe in Ethernet umbenannt, um deutlich zu machen, dass dieses Netzwerk nicht nur auf die Alto-Computer beschränkt ist. Der Name rührt vom Äther her, dem legendären Übertragungsmedium für Funkwellen.

Digital Equipment, Intel und Xerox einigten sich auf den ersten Standard "Ethernet V1.0", das 1980 beim IEEE als Norm angemeldet und im Oktober 1982 als IEEE 802 veröffentlicht und dann von Firmen wie Nowell in LANs verwendet wurde.

Das Ethernet-Protokoll umfasst Festlegungen für Kabeltypen und Stecker sowie für Übertragungsformen (Signale auf der Bitübertragungsschicht, Paketformate). Im OSI-Modell ist mit Ethernet sowohl die physische Schicht (OSI Layer 1) als auch die Data-Link-Schicht (OSI Layer 2) festgelegt. Ethernet entspricht weitestgehend der IEEE-Norm 802.3. Es wurde ab den 1990ern zur meistverwendeten LAN-Technik und hat andere LAN-Standards wie Token Ring verdrängt oder, wie im Falle von ARCNET in Industrie- und Fertigungsnetzen oder FDDI in hoch verfügbaren Netzwerken, zu Nischenprodukten für Spezialgebiete gemacht. Ethernet kann die Basis für Netzwerkprotokolle, z. B. AppleTalk, DECnet, IPX/SPX oder TCP/IP, bilden.

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Bildquelle: Wikipedia
Geschichte Ethernet wurde am Xerox Palo Alto Research Center (PARC) entwickelt und lehnte sich am gemischten ALOHAnet an, das auch Funkstrecken von Insel zu Insel umfasste. Robert Metcalfe bezeichnete 1973 auf einem Memo zwei Strecken als Telephone Ether und Radio Ether.[4] Die erste Version arbeitete mit 3 Mbit/s, deutlich schneller als serielle Verbindungen, mit denen man bis dahin Rechner und Terminals verbunden hatte. 1976 veröffentlichten Metcalfe und sein Assistent David Boggs einen Artikel mit dem Titel Ethernet: Distributed Packet-Switching For Local Computer Networks.[5] Das Patent 4063220 wurde 1977 erteilt. Metcalfe verließ Xerox 1979 und gründete die Firma 3Com. Er überzeugte DEC, Intel und Xerox mit ihm zusammenzuarbeiten, um Ethernet zum Standard zu machen. Ihre erste Ethernet-Version 1 wurde ab 1980 vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) in der Arbeitsgruppe 802 weiterentwickelt. Ursprünglich war nur ein LAN-Standard für Übertragungsraten zwischen 1 und 20 Mbit/s geplant. Ebenfalls 1980 kam noch eine sogenannte „Token-Access-Methode“ hinzu. Ab 1981 verfolgte das IEEE drei verschiedene Techniken: CSMA/CD (802.3), Token Bus (802.4) und Token Ring (802.5), wovon die letzten beiden bald in einer wahren Flut von Ethernet-Produkten untergingen. 3Com wurde dabei ein großes Unternehmen.
 
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