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Hieroglyphe
Schriftzeichen
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Als Hieroglyphen bezeichne ich die einzelnen Schriftzeichen von entsprechenden Schriften. Die Hieroglyphen sind Ikone, die aber nur bedingt zeigen, worauf sie verweisen, weshalb die Entziffererung sprichwörtlich schwierig ist. |
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Quasietymologisch steckt im Ausdruck die Vermutung, dass heilige (hierós) Gravuren (glyphe), die zu entziffern sind. Wenn die Decodierung - wie twa im Fall Rosette - systematisch gelungen ist, spreche ich von einer Hieroglyphenschrift.
Ich unterscheide dann
Eigentliche(re) Bilderschriften wie die Dongba der Naxi sind eben primitiver im Sinne von "bildlicher".
Die einzelnen Hieroglyphen kann ich sehr gut als Zeichnungen betrachten, die dann in einer Art Comic aufgereiht werden.
Literatur
"Das doppelte b verweist auf die Originalsprache des Autors, natürlich, (to scribble heißt gewohnheitsmäßig schreiben, eher hastig, ökonomisch; doch heißt es auch, andere kritische Scheidung, Wolle kämmen, frz, le scriblage) und warum nicht, auf das Scribbledehobble von Joyce, auf Finnegans Wake, das der beste Leitfaden, heutzutage, für einen Essai sein könnte, von dem man nicht weiß, ob ihn ein Theologe oder ein Theoretiker des Kodes signiert hat. Joyce hat gesagt: for the greeter glossary of code (...) Everyword for oneself but Code for us all (...) Now gode. Let us leave theories there and return to here's here. Now hear. 'Tis gode again." („Für das Begrüßungsglossar des Codes (...) Jedes Wort für sich selbst, aber der Code für uns alle (...) Nun gut. Lassen wir die Theorien dort und kehren wir hierher zurück. Nun hört. Es ist wieder gut.“)
(Derrida, Scribble. Macht/Schreiben. Aus dem Französischen von Peter Krumme und Hanns Zischler, in: William Warburton, Versuch über die Hieroglyphen der Ägypter, hg, von Peter Krumme, Frankfurt, Berlin, Wien 1980, S. VII-XLV, hier S. XII.)