Simultanität (Gleichzeitigkeit) ist eine Hypostasierung von simultan.
Als simultan bezeichne ich Ereignisse, die nicht diesachlich nicht gleichzeitig sein können, aber als gleichzeitig beobachtet werden:
Als Simultandarstellung bezeichne ich ein Bild, auf welchem zeitlich oder räumlich getrennte Sachen zusammengeführt werden Ein typisches Beispiel ist ein Bild, auf welchem verschiedene Stationen eines Leidensweges wiedergegeben werden. |
Simultandarstellung der Passion Christi grösser Bildquelle: Wikipedia |
Beim sogenannten Simultanschach spielt ein Spieler gegen mehrere Gegner mit je einem Schachbrett. Früher sprach man auch vom Reihenspiel, weil der Simulatanspieler natürlich seine Züge nicht gleichzeitig machen kann. |
Bildquelle: Wikipedia |
Simultanität spielt auch bei der Beobachtung 2. Ordnung eine Rolle. Wenn ich beobachte, wie ich beobachte - und mit Beobachten das Herstellen eines Textes bezeichne - kann ich in der Zeit immer nur in je einem Text schreiben.
S. Krämer interpretiert das Werk von F. de Saussure mit Simultanität
N. Luhmann spricht von einer Temporalisierung bei der Entstehung des Kunstsystems.