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Wer argumentiert ist nicht dumm. Es ist dumm zu argumentieren, wenn dabei nicht erkannt wird, dass argumentiert wird. Das Leben entscheidet sich durch Waffen, nicht durch Argumente. Die Waffen bestimmen, was als Argument gilt.

Als Argumentation bezeichne ich eine Aussage, die Feststellungen, Vereinbarungen und Argumente enthält.

Beispiel abstrakt:
X = Y, weil Z
Feststellungen: X und Y existieren, zwischen ihnen besteht eine Relation (zb eine bestimmte Gleichheit)
Argument: Z (weil ...)

Beispiel:
Delfine = Fische, weil: sie haben Flossen
oder
Define = Säugetiere, weil: sie säugen ihre Jungtiere
oder
Define = Säugetiere, weil: sie habe ein Lunge (was Fische nicht haben)
Feststellungen: es gibt Delfine und es gibt Fische, zwischen ihnen besteht eine Relation (zb Vertreter einer Klasse)
Argument: Die Klassenbedingung ist erfüllt, weil ...

Im Beispiel geht es nicht darum, ob die Argumentation richtig ist, sondern darum, wie sie aufgebaut ist.

Wir verwenden in unserem Hyper-Sprachspiel Argumentation als empirisches Material dafür, wie wir mit den Wörtern umgehen, wenn wir sie als Symbole auffassen, die auf aussersprachliche Referenten - beispielsweise Gegenstände oder mentale Operationen - verweisen. Anhand von Argumentationen prüfen wir auch, ob die Wort-Ersetzungen aus unserem Hyper-Lexikon für uns funktionieren.

Längere Argumentation bezeichnen wir als Hyper-Bücher. Sie bilden zusammen mit dem Hyper-Lexikon die Hyperbibliothek.

siehe auch Argumentum ad hominem


 
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[ wp ] [ 26. 9.26 ]