Als "Argumentation ad hominem" bezeichne ich eine Argumentation, in welcher die Argumentierenden charakterisiert werden.
Beispiel:
Eine Person sagt "p". Jemand argumentiert, dass diese Person dumm oder unwahrhaftig sei, und dass
"p" deshalb abzulehnen sei.
Argumentum ad personam
Als argumentum ad personam bezeichnet A. Schopenhauer in , Eristische Dialektik ein Scheinargument, das sich wie beim "argumentum ad hominem" auf die Person richtet, und keinen Bezug mehr zum eigentlichen Thema enthält. A. Schopenhauer führt es als letztes Mittel in einem Streitgespräch an:
"Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob." Das könne jeder, während das Eingestehen des eigenen Unrechts nicht jedem gegeben sei: "Daraus folgt, daß unter Hundert kaum Einer ist, der wert ist, daß man mit ihm disputiert." A. Schopenhauer betont, dass ein dialektischer Sieg, also das sachliche Widerlegen einer Position, einen Streitgegner weit mehr erbittert als eine bloße Beleidigung.
.. in der Absicht, die Position mit ihrem Vertreter beim Publikum bzw. in der öffentlichen Meinung in Misskredit zu bringen.
Eristische Dialektik
Als Eristische Dialektik wird allgemein ein um 1830 begonnenes Manuskript von Arthur Schopenhauer betitelt, in dem er diese (im Manuskript auch als Eristik bezeichnet) als eine Kunstlehre beschreibt, um in einem Disput per fas et nefas (lateinisch für „mit erlaubten und unerlaubten Mitteln“) als derjenige zu erscheinen, der „Recht hat“. Zu diesem Ziel gibt er 38 rhetorische Strategeme an (von ihm „Kunstgriffe“ genannt), die folglich nicht etwa der Wahrheitsfindung dienen, sondern durch bestimmte argumentative Formen ausschließlich Erfolg in einem Streitgespräch versprechen. [ wp ]