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Literatur

Eristik (Eristische Dialektik)

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zur Person

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Bildquelle: Wikipedia
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Arthur Schopenhauer (1788-1860) war Philosoph. Er sah sich Vollender I. Kants, argumentierte aber mit Irrationalität.


Sophia Proneikos @Pergament_F im Facebook:
"Schopenhauer hasste Hegel nicht, weil die beiden Rivalen waren. Er hasste ihn, weil er glaubte, dass Hegel die Philosophie in ein Theater obskurer Sprache verwandelt habe und dass die Universität ausgerechnet das belohnt habe. In Schopenhauers Augen suchte Hegel nicht nach Wahrheit, sondern nach Autorität.
Die Geschichte zeigt manchmal einen besonders verfeinerten Sinn für Humor, indem sie zwei Philosophen an derselben Universität unterbringt und dann gelassen zusieht, wie einer von ihnen zu ahnen beginnt, dass der andere die größte intellektuelle Katastrophe seit der Erfindung leerer Geschwätzigkeit ist.
Schopenhauer konnte Hegel nie verzeihen, nicht dafür, anders zu denken, sondern dafür, fast ganz Deutschland davon überzeugt zu haben, dass die Philosophie immer unverständlicher werden müsse, um immer tiefer erscheinen zu können – was für Schopenhauer ungefähr so vernünftig war wie die Schlussfolgerung, dass eine Uhr genauer wird, sobald niemand mehr die Zeit ablesen kann.
Als er daher in Berlin zu unterrichten begann, beschloss er, nicht Hegel, sondern die Studenten auf die Probe zu stellen, indem er seine Vorlesungen an demselben Tag und zur selben Stunde ansetzte, weil er überzeugt war, dass Wahrheit und Irrtum, sobald sie nebeneinander stünden, vernünftige Menschen ohne viel Zögern die Erstere wählen lassen würden.
Fast alle schlenderten in Hegels Hörsaal.
Und wenn man nach dem Tag sucht, an dem der philosophische Pessimismus endlich aufhörte, eine Theorie zu sein, und zu einer persönlichen Erfahrung wurde, fiele es schwer, ein passenderes Datum zu finden.


 
[wp ] [ 4. 7.26 ]