Kompetenz, kompetent        [ zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]         [ Meine Blogs ]bild

Als Kompetenz bezeichne ich eine Fähigkeit, die hinreichend gut entwickelt ist, um damit für etwas Bestimmtes zuständig zu werden.

Als Kompetenz bezeichne ich eine Eignung dafür eine bestimmte Aufgaben zu übernehmen. Dafür sind spezifische Fähigkeiten oder Fertigkeiten nötig. Kompetenz bezieht sich auf einen jeweils bestimmten Bereich. Die Norm ISO 9000 definiert das Wort „Kompetenz“ als: „Fähigkeiten, Wissen und Fertigkeiten anzuwenden, um beabsichtigte Ergebnisse zu erzielen.

Beispiel:
Wenn ein Arzt oder ein Jurist die Abschlussprüfung besteht, ist ihm eine Kompetenz attestiert. Wenn ich einen Arzt oder einen Jurist brauche, frage ich nach einer situativ spezischer Kompetenz.

Intelligenz ist allgemeiner, nicht auf Situationen bezogen.
Von einem Ski- oder Reitlehrer erwarte ich nicht, dass er intelligent ist, sondern dass er die Fähigkeit hat, mir das Skifahren oder das Reiten effizient beizubringen.

Beispiel:
Um Mitglied einer Schachdelegation zu werden, muss mann nicht intelligent sein, sondern Eröffnungen, Endspiele kennen und eingeübt haben.


 

Es gibt einen eigenartigen "Bedeutungswandel": zunächst, war eine Zuständigkeit gemeint, die Können voraussetzte, jetzt ist Können gemeint, das für eine Zuständigkeit hinreichen ist.


 

Komptenz ist normalerweise eine Fachkompetenz. Der Ausdruck wird aber auch oft für sehr generelle Fähigkeiten verwendet. Die Schule soll eine Kompetenz für alle Belangen des Lebens vermitteln:

Überfachliche Kompetenzen im Lehrplan 21 (Quelle: Aeugester.ch):
"Die Förderung und Beurteilung der überfachlichen Kompetenzen ziehen nicht erst mit dem neuen Lehrplan in die Klassenzimmer des Kantons Zürich ein. Bereits zu Zeiten unserer Grosseltern wurden «Fleiss und Pflichterfüllung», «Reinlichkeit» und «Betragen» im Zeugnis bewertet. Seit 2008 wird das Sozial- und Lernverhalten etwas genauer auf der Zeugnisrückseite abgebildet."
Doch was ist überhaupt unter dem Titel «überfachliche Kompetenzen gemeint? Dazu schreibt der Lehrplan 21: «überfachliche Kompetenzen sind für eine erfolgreiche Lebensbewältigung zentral (...) Die Ausprägung der personalen und sozialen, etwas weniger der methodischen Kompetenzen, wird zu einem grossen Teil vom familiären und weiteren sozialen Umfeld der Kinder und Jugendlichen bestimmt. Im schulischen Kontext werden sie weiter entwickelt und ausgebildet.»
In einer Zeit, in der Wissen jederzeit abrufbar ist, ist es zentral, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schule nicht nur Wissen anhäufen, sondern lernen aus der Fülle des vorhandenen Wissens das Richtige herauszufiltern und allenfalls auch zu verifizieren.

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[ wp ] [ 15. 9.26 ]