Isis IS , Islamischer Staat        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]         [ Meine Blogs ]bild

Als "Islamischen Staat" (kurz Isis oder IS) bezeichne ich - einer Selbstbeschreibung folgend - eine politische Organisation, die als Partei in den Krieg um die Erdölgebiete im Nahen Osten eingreift, und sich als dschihadistisch-salafistische Organisation begreift. Sie hat am 29. Juni 2014 einen sich als Kalifat bezeichnenden Staat ausgerufen, nachdem sie ein zusammenhängenden Gebiet im Nordwesten des Irak und im Osten Syriens militärisch erobert hat.
Im Dezember 2024 wurde Syrien ganz übernommen, aber nicht unter der Bezeichnung Isis.
Die Organisation hat ihren Ursprung im irakischen Widerstand und bekannte sich anfangs, bis etwa 2013 zu al-Qaida, die ja auch den IS als Ziel verfolgt.
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"Rechtzeitig zum zehnten Jahrestag dieser Videoansprache sei daran erinnert, mit welcher Beliebigkeit die USA, NATO und der Wertewesten den fanatischen Kopfabschneider vom gesuchten Todfeind zum inthronisierten Staatsführer deklariert. Es kommt einer geistigen Enthauptung gleich, wenn man es geschehen lässt. Denn seit 2003 kämpfte der Syrer Ahmed al-Scharaa erbittert im Irak für den islamischen Staat, als ein direkter Untergebener des späteren IS-Chefs Abu Bakr al-Baghdadi. Al-Scharaa gründete 2011 die Dschabhat al-Nusra (Al-Nusra-Front), den verdeckten Arm des irakischen ISI in Syrien. Dann schwor al-Scharaa dem globalen al-Qaida-Chef Aiman al-Zawahiri den direkten Treueeid. Al-Qaida erkannte al-Nusra als eigenständigen Zweig an. Später entbrannte ein extrem blutiger "Bruderkrieg" zwischen dem IS und der al-Nusra-Front (umbenannt: HTS) um die Vorherrschaft im dschihadistischen Spektrum.
Schlussendlich stand die HTS weltweit (UN, USA, EU, Türkei) bis 2024 auf den offiziellen Listen für ausländische Terrororganisationen. Ihr wurden schwere Menschenrechtsverletzungen, Willkürjustiz und Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs vorgeworfen.
10 Millionen Dollar Kopfgeld setzten die USA für Ahmed al-Scharaa aus - jetzt fliessen Milliarden in die öligen Schatullen dieses ungewählten Islamisten der ersten Stunde.
Was für eine perverse Form von geistiger Enthauptung, wenn Kopfabschneider wie Ahmed al-Scharaa als Demokraten inszeniert werden sollen."

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Das ist ein wunderbares Beispiel für "westliche Werte". Das ist die "Religion" der westlichen Staaten, mit Religion hat das nichts zu tun. Mit dem Islam also auch nicht das Geringste - es sei denn, man würde den IS-Islam als Teil der Demokratie-Religion auffassen, was dieses Beispiel ja sehr nahelegt.


Die Isis ist im Sinne von N. Luhmann ein von der "Organisation Isis" unabhängiges Medienereignis, über das "man weiss", was in den Medien steht. Ich kann also die Organisation oder das Medienereignis beobachten. Zur Organisation selbst habe ich keinen Zugang, ich kenne nur die journalisten Fiktionen, die ich allerdings kritisch beobachten kann. Ich kann beobachten, wie welche Aussagen zusammenpassen und wo sie sich widersprechen. Ich kann im engeren Sinne beobachten, welche Unterscheidungen verwendet und welche kontigent sind, aber ausgeblendet werden:
Der Islamismus ist so gesehen – genauso wie der Rechtsextremismus – ein Produkt der Weltkrise des Kapitals.

[ Globalisierte Barbarei ]

[ Die Journalisten recherchieren und finden eine Stimme aus dem Volk (sic) ]

Es ist nicht traurig sondern der Fall: dass sogenannter Qualitätsjournalismus gründlichst recherchiert und dabei einen jungen Mann findet, der sich ein paar unsinnige Aussagen zugerechnen lässt, die dann boulevard-exemplarisch für eine ganz und gar undurchschaute Sache stehen sollen, die beliebig mit "DIE Dschihadisten" bezeichnet wird. Dass RAF-Personen für die 68-er Bewegung stehen sollen, zeigt, dass der aktuelle Journalismus schon damal seine ihm eigene Qualität hatte.
DIE Dschihadisten sind im Vergleich zu dieser Art Journalismus ein kleines Problem. [ ]


 
[ wp ] [ 30. 7.26 ]