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Dienst ist eine Hypostasierung von dienen.
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Als Dienst bezeichne ich einerseits eine Institution, die Dienstleistungen erbringt, und andrerseits eine oft erzwungene, nicht bezahlte Leistung, wie etwa Militärdienst in einer Miliz.
Dienen .
Ein Dienst nützt primär nicht dem eigenen Interesse, sondern dem des Dienstherrn; der Dienst kann Rudolph Bauer zufolge freiwillig oder aus einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung erfolgen.[2] Freiwillig erweist jemand einem Anderen einen Dienst, möglicherweise unentgeltlich (Gefälligkeit). Eine entgeltliche Dienstpflicht ergibt sich für den Diener oder Staatsdiener im Staatsdienst. Weitere Dienstarten sind der Messdiener oder der Militärdienst. Die griechische Antike verband das Dienen (altgriechisch διαχονεω diakonéo; hieraus Diakonie) mit der Tätigkeit an einer Person. == Im Mittelalter lösten Knecht, Dienstmagd und Dienstbote die früheren Sklaven ab. Das Gesinde erbrachte Hand- und Spanndienste gegen Naturalien oder Lohn. Das Verb „dienen“ erfuhr in jener Zeit einen Bedeutungswandel, denn „dienlich“ im Sinne von „nützlich“ kam erst im 16. Jahrhundert auf. Die soziale Beziehung zwischen Herrschaft und Dienerschaft verband den Arbeitsplatz mit Erniedrigung, Degradierung und Entwürdigung.[7] „Dienen“ ist ein „herrschaftlich personales Über- und Unterordnungsverhältnis zwischen Personen in unterschiedlicher sozialer Stellung“.[8] Das Dienstleistungspersonal arbeitete nunmehr als Arbeiter oder Angestellte in Unternehmen oder als Beamte im öffentlichen Dienst für den Dienstherrn, stets verbunden mit einem Über- und Unterordnungsverhältnis. Der „Verdienst“ avancierte zu einem durch Tätigkeit erworbenen Wert. == Industriedienstleistungen dienen dem Aufbau und der Erweiterung von Anlagen sowie der Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit. ============== Bedeutungen: [1] das Arbeitsverhältnis, die regelmäßige bezahlte Arbeit, die Amtspflichten [2] das Dienen, für etwas Gutes, für die Allgemeinheit [3] der Betrieb, das Funktionieren • Diese Bedeutungsangabe muss überarbeitet werden. [4] die Hilfe, der Beistand • Diese Bedeutungsangabe muss überarbeitet werden. [5] eine Organisation, Behörde oder ein Unternehmen [6] eine Gruppe von Personen, die für dieselbe Sache tätig sind [7] Baukunst: dünne Säule eines Bündel- oder Wandpfeilers [8] Computer: Programm, das ohne Benutzeroberfläche läuft Herkunft: ========== Diener [1] abhängig Arbeitender, der für seinen Herren bestimmte häusliche Pflichten erfüllt, Hausangestellter Sinnverwandte Wörter: [1] Butler, Dienstbote, Domestik, Gehilfe, Lakai, Leibeigener, Knecht, Sklave ========= dienen Bedeutungen: [1] in untergeordneter Stellung für jemanden arbeiten [2] einer Sache von Nutzen sein [3] eine bestimmte Verwendung finden [4] Militär: beim Militär arbeiten Herkunft: althochdeutsch dionôn, gekürzt aus diuwinôn — abgeleitet von dio, deo, „Knecht“, mit der Bedeutung „Knecht sein“ Unterbegriffe: [1] abdienen, andienen, bedienen, erdienen, verdienen ===== ES dient MIR [2] einer Sache von Nutzen sein eine bestimmte Verwendung finden ======== Bedeutungsübersicht 1. in abhängiger Stellung gegen Gehalt, Lohn Dienst tun a) in einem öffentlichen Gemeinwesen b) bei einer Privatperson 2. einer Sache förderlich, dienlich sein 3. ⟨jmdm. (mit etw.) dienen⟩ jmdm. zu Diensten, gefällig sein, jmdm. Dienste leisten 4. ⟨etw. dient jmdm. als, zu etw.⟩ etw. ist für jmdn. als, zu etw. brauchbar, verwendbar Bedeutungen eWDG 1967 1. in abhängiger Stellung gegen Gehalt, Lohn Dienst tun a) in einem öffentlichen Gemeinwesen Beispiele: dem Staate, Schulwesen (gut, treu, schlecht) dienen er hat seiner Stadt viele Jahre als Bürgermeister gedient sie dienten zur vollen Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten der Kirche dienen Als ein bescheidener junger Mann […] werd’ ich mich in die Höhe dienen […] [ Suderm.II 3,293] ● seine militärische Dienstzeit ableisten Beispiele: als Infanterist, bei der Luftwaffe, in den Reihen der Armee dienen kurz, lange dienen er hat zwei Jahre gedient von unten dienen umgangssprachlichvon der Pike auf dienen b) bei einer Privatperson Beispiele: als Hausangestellte, Knecht, Magd dienen die Leibeigenen mussten früher ihren Herren dienen (= Frondienste leisten) veraltet dienen gehen […] Elisabeth […] diente in Bergedorf bei einem Arzt […] [ BredelVäter213] 2. einer Sache förderlich, dienlich sein Beispiele: der Allgemeinheit, einer Idee, der Gerechtigkeit, dem Frieden dienen wir dienen alle der guten Sache unsere Arbeit dient dem Fortschritt Er hatte dem Geist und der Wahrheit gedient […] [ A. ZweigErziehung292] […] als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an […] [ Schiller1,142] 3. ⟨jmdm. (mit etw.) dienen⟩jmdm. zu Diensten, gefällig sein, jmdm. Dienste leisten Beispiele: es ist mir ein Vergnügen, Ihnen zu dienen womit kann ich Ihnen dienen? damit kann ich leider nicht dienen mit schönen Worten, damit ist uns (gar) nicht gedient (= geholfen) Ich werde Ihnen schlecht dienen können […] [ Th. Mann11,222] 4. ⟨etw. dient jmdm. als, zu etw.⟩etw. ist für jmdn. als, zu etw. brauchbar, verwendbar Beispiele: der Edelstein dient als Schmuck das ehemalige Schloss dient jetzt als Hotel die Wegweiser dienen als Orientierungszeichen […] ein Turm, der […] den Wolfsjägern zum Aufenthalt diente […] [ Natur u. Heimat1955] Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1. Etymologie Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer) dienen · Diener · dienern · dienlich · Dienst · Dienstmann · verdienen · Verdienst · verdienstlich dienen Vb. ‘für jmdn. etw. tun, ihm helfen, abhängig sein’, ahd. thionōn (8. Jh.), mhd. dienen, asächs. thionon, mnd. dēnen, mnl. nl. dienen, anord. (aus dem Mnd.?) þjōna, schwed. tjäna (germ. *þewanōn) ist eine mit -n- erweiterte Ableitung von germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’, das in got. þius ‘Knecht’, urnord. þewaʀ ‘Diener, Lehnsmann’, aengl. þēo(w) ‘Diener, Knecht, Unfreier’ bezeugt ist (s. auch Demut). Verbindet man germ. *þewa- mit aind. takti ‘eilt’, lit. tekė́ti ‘laufen, fließen, rinnen’, aslaw. tešti ‘laufen, rennen’, russ. teč’ (течь) ‘fließen’, so ist Anschluß an die Wurzel ie. *teku̯- ‘laufen, fließen’ möglich. Für das Subst. ergäbe sich eine Bedeutungsentwicklung von ‘Läufer’ zu ‘Knecht’ und für das abgeleitete Verb eine Ausgangsbedeutung ‘Knecht sein’, die schließlich den Sinn ‘behilflich sein’ und (bei Sachen) ‘nützlich, geeignet sein’ annimmt. – Diener m. ‘Aufwärter, Hausangestellter’, auch ‘wer im Auftrage einer Institution, in der Bindung an eine Aufgabe seine Pflicht erfüllt’, ahd. thionāri (11. Jh.), mhd. dienære; danach (Ende 17. Jh.) ‘Verbeugung’ (nach der Art eines Bediensteten, eines Untertans), wozu dienern Vb. ‘sich (mehrmals) verbeugen’ (19. Jh.). dienlich Adj. ‘nützlich, förderlich’ (14. Jh.). Dienst m. ‘Arbeitsverhältnis im Haushalt’, allgemeiner ‘Berufs-, Amtspflicht’; das mit dem ie. Suffix -st- zum Verb gebildete Abstraktum (germ. *þewanōst-) bezeichnet die Tätigkeit des Dienens, ahd. thionōst (8. Jh.), mhd. dienest ‘Ergebenheit, Ausübung religiöser Pflichten, Aufwartung, Erfüllung standesrechtlicher Verpflichtungen innerhalb des Feudalsystems’, asächs. thionost und (erweitert zum fem. n-Stamm) anord. þjōnusta f. Dienstmann m. ‘Besorger von Botengängen’ (19. Jh.), ahd. thionōstman (8. Jh.), mhd. dienestman ‘Knecht, Helfer’, dann auch (in der Übersetzung von mlat. ministerialis) ‘niederer Lehnsmann’. verdienen Vb. ‘durch Arbeit erwerben’ (z. B. Lohn), ‘für seine Bemühungen wert sein’ (z. B. Lob, Tadel), ahd. firthionōn (um 1000), mhd. verdienen. Verdienst m. ‘Erwerb, Lohn, Gewinn’, n. ‘anerkennenswerte (oder auch schuldhafte) Tat’, frühnhd. verdienst, mnd. vordēnst. verdienstlich Adj. ‘anerkennungswürdig’ (15. Jh.). ... https://www.dwds.de/wb/dienen