Differenztheoretisch kann Gesetze durch die Differenz zwischen Gesetz als Deskription und Gesetz als Präskription gesehen werden.
Als Deskriptionen sind Gesetze Beschreibungen, die wie Regeln eine Wenn-dann-Formulierung (Kausalität) enthalten.
Beispiel:
Wenn es regnet, ist der Boden nass.
Gesetze im engeren Sinne beschreiben einen empirisch prüfbaren, widerlegungsrelevanten Tatbestand.
Beispiel: U = R * I (Ohm)
Wer ein Gesetz widerlegt, bekommt einen Nobelpreis, weil er (kollektives) Wissen spezifiziert, das von allgemeinem Interesse ist (Widerlegungsrelevanz).
Hinweise:
Kant (Kritik:812) schlägt explizit vor, zwischen Gesetzen, die das "Sollen" beschreiben (sein Imperativ) und jenen, die das "Ist" beschreiben (Naturgesetze) zu unterscheiden. Er schreibt: Von Gesetzen.. "welche sagen, was geschehen soll, ob es gleich vielleicht nie geschieht ...".
.... dem wichtigsten Gesetz der Welt, wichtiger als alle Naturgesetze und alle Strafgesetze, es ist Murphys Gesetz.